Abgastests mit Menschen an der Uniklinik Aachen

Unglaublich! Tierversuche sind schlimm genug. An der RWTH Aachen ging man offensichtlich noch deutlich weiter und machte Abgasversuche an Menschen. Das berichten heute die Medien.

Unglaublich! Tierversuche sind schlimm genug. An der RWTH Aachen ging man offensichtlich noch deutlich weiter und machte Abgasversuche an Menschen. Das berichten heute die Medien.

Tierversuche empören uns

In vielen Bereichen gibt es Tierversuche, die uns empören, wenngleich sie leider kaum zu einer Veränderung beim Verbraucherverhalten führen. Dies ist bei der Kosmetikindustrie wohl am deutlichsten bekannt. Natürlich macht dies auch die Autoindustrie, wie viele andere Bereiche auch. Tierversuche beim Test von Dieselabgasen hatten gerade erst breite Empörung ausgelöst, da erfahren wir, dass es deutlich mehr gibt, was getestet wurde - und das in Aachen.

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Abgastests mit Menschen an der Uniklinik Aachen

Wir können manchmal die Nachrichten nicht glauben und sind es gewohnt, dass wir mit Viren, Fakes und Falschmeldungen scheinbar leben müssen. In diesem Fall ist es leider eine richtige Meldung – aber sie erschüttert uns umso mehr. Im Diesel-Abgasskandal hat es nicht nur die uns bekannten und widerlichen Schadstofftests mit Affen gegeben, sondern man hat Menschen für diese Tests benutzt. Die Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) hat dies bekannt gegeben und zuerst scheinbar die "Stuttgarter Zeitung" dies am Montag (29.01.2017) veröffentlicht. Nun geht es durch die Medien und wir sind fassungslos. Die Automobilkonzerne zeigen sich empört. Man weiß nur leider nicht mehr, wem man glauben soll.




Die Skandal-Inhalationsstudie im Auftrag der Auto-Industrie

Angeblich haben VW, Daimler und BMW die EUGT gegründet und diese soll eine "Kurzzeit-Inhalationsstudie mit Stickstoffdioxid bei gesunden Menschen gefördert" haben. Es wurden wohl laut der genannten Studie einem Institut des Universitätsklinikums Aachen 25 Personen untersucht, nachdem sie über mehrere Stunden Stickoxid (NO2) in unterschiedlichen Konzentrationen eingeatmet hätten. Die 2017 aufgelöste EUGT hat dabei scheinbar keine Wirkung auf die Probanden festgestellt.

Grundsätzlich gefragt: Wo ist die Grenze?

Müssen wir wirklich, mit Mensch und Tier in dieser Art forschen? Warum sind dennoch Dinge wie Amalgam oder Asbest verbaut worden? Wann reicht es uns? Kommt es darauf an, dass wir nicht klagen können, wenn bestimmte Studien gemacht werden oder soll es wirklich um das Wohl der Menschen und Tiere und den Respekt vor dem Leben gehen? Man darf doch bezweifeln, dass Unternehmen wirklich das Gemeinwohl im Blick haben, vor allem wenn gerade erst der Abgasskandal klar macht, was hier geschehen ist. Es geht nicht um Umwelt  oder Gesundheit, wenn man auf skandalöse Art Werte fälscht. Es wird Zeit, dass wir diese Meldungen sehen und veröffentlichen.




Wenn ein Unternehmen verurteilt wird, weil bewusst manipuliert wurde, dann sollten wir uns auch davon distanzieren. Aber leider werden sie unter einem neuen Namen weitermachen und dann verschleiern, wer dahinter steht. Aber auch das wird bekannt werden. Wir müssen bewusster werden, was wir kaufen sowie von wem. Bei einem solchen offenen Betrug und so deutlicher Verachtung des Lebens muss es Konsequenzen haben, das Unternehmen so etwas in Auftrag geben. Wer kein Gewissen hat, der muss damit leben, wenn es öffentlich wird und Menschen, die eines besitzen, sich dann abwenden.

Dennoch: Bitte nehmen wir keine Anschuldigungen ohne Nachweis zum Anlass über Menschen oder Firmen zu urteilen. Wenn doch, dann sollten wir Position beziehen. Es wird Zeit, dass wir nicht mehr blind konsumieren, nicht mehr blind verurteilen und auch nicht einfach so den Ruf eines Menschen oder eines Unternehmens zerstören.

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