Geld auf dem Konto kostet ab jetzt Geld

Ab jetzt werden gibt es ein „Verwahrentgelt“ also Negativzinsen für das Guthaben. Im Sparkassenverbund hat nun auch die größte Sparkasse begonnen. Was bedeutet das für uns?

Ab jetzt werden gibt es ein „Verwahrentgelt“ also Negativzinsen für das Guthaben. Im Sparkassenverbund hat nun auch die größte Sparkasse begonnen. Was bedeutet das für uns?

Geld auf dem Konto kostet ab jetzt GeldGeld anlegen kostet ab jetzt ohne etwas zu bringen

Verwirrung und Unsicherheit macht sich durch Pressemeldungen breit. Worum geht es? Die Haspa (Hamburger Sparkasse) führt Negativzinsen ein – ein sogenanntes „Verwahrentgelt“, welches zunächst  für die Firmenkunden gelten soll. Unglaublich, aber laut Tagesschau ist sie damit nicht die erste Bank, die auf eine solche Idee kommt und diese Vorgehensweise einführt. Es kostet also Geld, Geld anzulegen und bringt gar nichts mehr – es ist nicht einmal mehr kostendeckend oder das Geld erhaltend. Es kommt einem vor wie eine Satire, als würde man sagen, der BER Flughafen wird Morgen fertig.




Wie kommt es dazu?

Die Banken, eben vor allem die Hamburger Sparkasse, rechtfertigen sich mit der Europäischen Zinspolitik. Man kann sich noch erinnern, dass Hausfinanzierungen einmal mehr als 10% gekostet haben und heute günstig sind wie nie zuvor. Das wirkt sich nun darauf aus, dass es zu erwarten sein darf, dass wir auch als Privatkunden für das Geld auf dem Girokonto zahlen müssen, wenn wir es dort liegen lassen.

Ändern sich die Kosten für Dipokredite?

Nein, diese sind nicht betroffen, sinken auch nicht, sondern bleiben weiterhin unverschämt hoch. Ab 8,27% soll er Kosten – das steht heute auf der Internetseite der Hamburger Sparkasse. Wäre doch eine Idee, hier einmal die Zinsen nachhaltig zu senken, aber verbraucherfreundlich war der Dispo wirklich zu keiner Zeit.

Ändern sich denn die Bankgebühren?

Ja, sie steigen nach wie vor. Man fragt sich, warum das so ist? Filialen schließen, vielerorts findet man nur noch Automatencasinos vor und hat zudem auch noch aufwändige Terminvereinbarungen vorzunehmen, wenn man bestimmte Dinge besprechen will. Kundennähe haben nur noch Apps und Automaten. Warum also steigen die Kosten, wenn die Zinsen nun auch noch in den Negativbereich gehen? Eine Antwort darauf wird es nicht geben. Scheit wie ein Fake, ist es aber nicht.




Wie geht es weiter?

Das kann man so natürlich nicht sagen, aber es sieht wohl zunächst so aus, dass wir auf dem Girokonto oder Sparbuch damit rechnen müssen, für unser Geld zu zahlen und Aktien und Fonds Vertrauen verloren haben. Das Geld in Lebensversicherungen anzulegen ist auch aus der Mode und bindet uns viel zu sehr an einen starren Vertrag, dessen Versprechungen auch nach und nach wertlos werden. Filialen schließen, Bankkosten steigen und Anlagen lohnen nicht mehr. Kredite sind nach wie vor unverhältnismäßig teuer. Es lohnt sich wohl, wenn wir möglichst viel lernen auf die Banken zu verzichten. Private Plattformen für Darlehen und Beteiligungsmodelle, die auf Nachhaltigkeit Wert legen, könnten wichtig und interessant werden. So auf jeden Fall macht es keine Freude, sondern kostet nur Geld – und das macht niemandem Freude. Wir werden in unserem Leben vieles ändern müssen.

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Ein Gedanke zu „Geld auf dem Konto kostet ab jetzt Geld

  1. Katja

    Unnd jetzt werden auch noch Beiträge für Geldabbuchungen fällig. Es bleibt abzuwarten, was als nächsten noch so alles passiert.

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