Rohrreiniger auf Spielplätzen in Aachen

Der Täter ist gefasst. Warum kommt jemand auf so eine Idee? Wie kam er dazu, dass er Rohrreiniger und Kot-Schmierereien auf Spielplätzen verteilte und wie gehen wir damit um?

Der Täter ist gefasst. Warum kommt jemand auf so eine Idee? Wie kam er dazu, dass er Rohrreiniger und Kot-Schmierereien auf Spielplätzen verteilte und wie gehen wir damit um?

Rohrreiniger auf Spielplätzen in Aachen


Rohrreiniger auf Spielplätzen in Aachen!

36 Stunden nachdem die aktuelle Nachricht verbreitet wurde, war er gefasst und hatte gestanden. Der mit Phantombild gegen Belohnung gesuchte Mann ist gefasst. Man suchte ihn schon länger. Am 13.September 2017 startete die Fahndung mit Bild. In mehreren Fällen hatte der Mann Rohrreiniger auf Spielplätzen deponiert, mit dem es zu erheblichen Verletzungen kam, weil Kinder diesen in den Mund genommen hatten. Zudem hatte er Kot-Beschmierungen vorgenommen.




Die Festnahme geht schnell!

Kurs nach der Veröffentlichung der Fahndungsfotos gingen etliche Hinweise bei der Polizei Aachen ein. Klar erkannt hatte man wohl einen 53-jährigen Mann aus dem nächsten Umfeld des Westparks. Mit einem unmittelbar erlassenen Durchsuchungsbeschluss wurde er in seiner Wohnung festgenommen. Hierbei wurden etliche tatrelevante Gegenständige, u.a. auch Rohrreiniger, gefunden und sichergestellt. Am folgenden Tag wurde er dann bereits dem Haftrichter vorgeführt.

Das unglaubliche Geständnis des Täters!

Der 53jährige Mann hatte schnell gestanden, dass er den Rohrreiniger auf Spielplätzen und anderen öffentlichen Plätzen in Aachen verteilt hatte sowie die Kot-Schmierereien vorgenommen hatte.  Der Grund war, dass er sich von Kinderlärm belästigt gefühlt und von mehreren Personen verfolgt geglaubt hatte. Laut Staatsanwaltschaft Aachen und nach Berichten der Medien wird jetzt ermittelt ob der Mann psychisch krank ist.




Anklage wegen versuchten Mordes in 5 Fällen!

Die Staatsanwaltschaft Aachen erhebt nun nach dem Geständnis Anklage wegen versuchten Mordes in fünf Fällen. Der Verdächtige wird zuerst einmal in einem psychiatrischen Krankenhaus der Region untergebracht.

Man stellt sich nun viele Fragen …

Nehmen solche Taten zu?

Nein, wir haben kaum mehr von solchen Taten, aber wir erfahren aufgrund sozialer Medien schneller davon. Die sozialen Netzwerke sorgen nicht nur für das schnelle Ergreifen eines Täters, sondern auch dafür, dass wir viel schneller als früher davon erfahren und es sehr schnell teilen. Durch die oftmals wahllose Vernetzung erfahren wir von jedem Handtaschenraub aus Gegenden, die Hunderte Kilometer entfernt sind. Das wäre früher nicht der Fall gewesen. So nützlich es sein kann, schürt es jedoch auch Aufmerksamkeit auf eine scheinbar massiv ansteigende Gewalt.

Sind solche Menschen krank?

Das kann man sicherlich so sagen, wie Autor und Coach Arno Ostländer meint. Wir haben alle Gedanken daran, uns zu rächen oder Gewalt anzuwenden. Die Frage ist nur, was wir daraus machen und wie wir damit umgehen. Wir haben die Möglichkeit, unsere Themen mit psychologischer Beratung und anderen Hilfen zu klären. Dadurch, dass wir unsere Gedanken nicht ertragen können, sie aber nicht aufarbeiten, steigern wir uns immer mehr hinein und nachher entwickeln sich aus den bedrohlichen Gedanken noch viel schlimmere Tatsachen, die wir dann als Schlagzeilen sehen. Der Weg dahin wäre oftmals sicherlich unnötig, wenn wir beispielsweise durch Hypnose, Traumatherapie oder auf anderem Wege die Konflikte auflösen, bevor sie uns so auffressen, dass wir auf eine solche Art erkranken und handeln. Man kann also sagen, dass es mehr Zivilcourage sowie Aufmerksamkeit braucht. Wir können vieles bremsen, bevor es zur Katastrophe wird.

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Ein Gedanke zu „Rohrreiniger auf Spielplätzen in Aachen

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